Preisgekröntes Forschungsvorhaben

„Funktionelle und strukturelle Bildgebung bei aufmerksamkeitsgestörten Kindern mit und ohne Hyperaktivität (AD(H)S) unter homöopathischer und konventioneller Therapie“ - Dr. Wolfgang Hevert-Preis 2016 geht an Dr. med. Klaus von Ammon.

Preisgekröntes Forschungsvorhaben Preisverleihung in Nussbaum (v.l.n.r.): Marcus Hevert, Geschäftsführer Hevert-Arzneimittel, Dr. med. Klaus von Ammon und Mathias Hevert, Co-Geschäftsführer von Hevert-Arzneimittel

Dr. med. Klaus von Ammon, Leiter klinische Forschung Homöopathie am Institut für Komplementärmedizin IKOM der Universität Bern, erhielt die Auszeichnung für das Studiendesign zum Einsatz klassisch homöopathischer Therapie bei Kindern mit AD(H)S. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis überreichten Marcus und Mathias Hevert, Geschäftsführer von Hevert-Arzneimittel, im Rahmen des Naturheilkunde-Symposiums „Spitzen-Prävention und Naturheilkunde“ von Prof. Dr. med. Jörg Spitz in Nussbaum. Eine mit anerkannten Experten hochkarätig besetzte Preiskommission hatte zuvor die Bewertung der zahlreichen eingereichten Arbeiten übernommen.

Hintergrund der Studie

Aufmerksamkeitsstörungen mit und ohne Hyperaktivität (AD(H)S) gehören mit 5–25% zu den häufigsten neuropsychiatrischen Diagnosen im Kinder- und Jugendalter. Stimulantien (z.B. Methylphenidat (Ritalin®, MPH)) sind die am meisten verwendeten Medikamente innerhalb einer multimodalen konventionellen Therapie. Mit Klassischer Homöopathie sind ähnlich erfolgreiche Behandlungen und kontrollierte Untersuchungen ohne Nebenwirkungen berichtet worden. Neurophysiologische (EEG), funktionelle (fMRI) und Stoffwechsel-Untersuchungen (Urin-Eiweiß-Körper) zur Wirkungsweise dieser Therapiemethode fehlen bisher.

Das Studiendesign soll die primäre Fragestellung beantworten, ob klassisch homöopathische Therapie bei Kindern mit AD(H)S eine ähnlich deutliche klinische Besserung bewirken kann wie es bei Kindern unter MPH-Therapie der Fall ist. Die funktionellen und Stoffwechsel-Untersuchungen werden weitere Fragen beantworten.

Methode

Zur Diagnose und zum klinischen Verlauf werden neurologische und neuropsychologische Untersuchungen, zur Neurophysiologie Hirnstrom-Messungen (EEG), zur Bildgebung die funktionelle Kernspin-Tomografie (funktionelle Magnetresonanz unter Ruhebedingungen, fMRI) und für Stoffwechsel-Untersuchungen Urin-Peptid-Konzentrations-Messungen nach international etablierten höchsten wissenschaftlichen Standards Verwendung finden.

Dr. Wolfgang Hevert-Preis 2016

Der Dr. Wolfgang Hevert-Preis ist ein Förderpreis für medizinisch-wissenschaftliche Studienprojekte auf dem Gebiet der ganzheitlichen Medizin. Anlässlich des 60-jährigen Firmenjubiläums wurde das Fördervolumen in 2016 von 5.000 auf 10.000 Euro angehoben und der Preis erstmalig in Kooperation von Hevert-Arzneimittel und der Hevert-Foundation verliehen. Kriterien für die Vergabe waren die Originalität der Fragestellung, die Qualität des Prüfprotokolls, der Grad einer möglichen therapeutischen Verbesserung bzw. die patientenorientierte Nutzbarkeit der jeweiligen zu erwartenden Ergebnisse. Die Preiskommission 2016 wurde gebildet von Frau Prof. Dr. med. Karin Kraft, Herrn Dr. med. Rainer Matejka und Prof. Dr. Dr. Harald Walach.

„Ziel des Dr. Wolfgang Hevert-Preises ist es, Forschung für eine nachhaltige Weiterentwicklung der ganzheitlichen Medizin zu fördern und zu honorieren“, so Geschäftsführer Mathias Hevert. „Der Preis wurde ins Leben gerufen, um an das Wirken unseres Vaters zu erinnern, welcher selbst einen großen Beitrag für die Entwicklung der Ganzheitsmedizin geleistet hat. Wir freuen uns, dieses Jahr mit Dr. von Ammon einen hochkarätigen Preisträger gefunden zu haben und wünschen ihm für die weitere Forschung viel Erfolg.“

Hevert wurde von der Wirtschaftszeitschrift Capital als innovativstes Unternehmen Deutschlands 2021 ausgezeichnet.
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