Vitamin D kann die Schlafqualität beeinflussen

Die dunkle Jahreszeit ist für viele Menschen geprägt von mangelndem Elan, düsteren Gedanken und der Sehnsucht nach Sonnenschein und Wärme. Häufig werden diese Gefühle begleitet von einem starken Schlafbedürfnis. Doch immer mehr Menschen haben heutzutage Probleme, ausreichend Schlaf zu finden. Ist unsere hektische Zeit schuld? Nicht immer, wie iranische Wissenschaftler belegen. Vielmehr kann auch ein Vitamin D-Mangel ursächlich sein. Eine neue Studie untersucht, ob eine Vitamin D Substitution hier lindernd wirken könnte.

Im Winter reagiert unser Körper u. a. auf Lichtmangel, denn Licht beeinflusst nicht nur den Schlaf-Wach-Rhythmus, sondern auch unseren Hormonhaushalt. So sind wir in der dunklen Jahreszeit durch die erhöhte Melatonin-Ausschüttung eher müde und schlecht gestimmt. Gleichzeitig sinken die Vitamin D-Spiegel, weil wir uns weniger an der freien Luft aufhalten. Denn die Eigensynthese des Vitamins in der Haut unter Einfluss von UV-Strahlung macht einen geschätzten Anteil von 80–90 % aus. Die dafür benötigte UV-B-Strahlung reicht in Regionen oberhalb des 35. Breitengrads (d. h. etwa Nordafrika) im Winter dafür jedoch nicht aus. Hier kann eine ausreichende Vitamin D-Synthese nur in den Monaten März bis Oktober stattfinden. So kann es zu Defiziten in der Versorgung kommen. In Deutschland weisen rund 61 % der Bevölkerung zu niedrige Vitamin D-Serumkonzentrationen (25(OH)D-Serumkonzentration ≥ 50 nmol/l) auf (1).

Vitamin D-Mangel als mögliche Ursache von Schlafstörungen

Immer mehr Deutsche leiden unter Ein- und Durchschlafstörungen. Rund 80 % der Deutschen geben an, zumindest einmal darunter gelitten zu haben, so die Ergebnisse einer Untersuchung der DAK aus dem Jahr 2017 (2).

Ein iranisches Forscherteam ging der Frage nach, ob eine Vitamin D-Mangelversorgung Einfluss auf den Schlaf hat. Die Wissenschaftler untersuchten mit ihrer doppelblinden, klinischen Studie, ob eine Vitamin D-Supplementation den Schlaf und die Schlafqualität beeinflussen kann (3). Dazu werteten sie die Daten von 89 Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 20 und 50 Jahren aus, die unter Schlafstörungen litten. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Gruppe 1 erhielt über einen Zeitraum von 8 Wochen alle vierzehn Tage eine Dosis Vitamin D in Höhe von 50.000 IE. Gruppe zwei erhielt im selben Zeitraum und zu denselben Terminen ein Placebo-Präparat. Zu Beginn und zum Ende der Intervention wurden diverse standardisierte und anerkannte Fragebögen eingesetzt, anhand derer die Probanden Angaben zu Schlafqualität, körperlicher Aktivität, Lebensstil, Sonnenexposition sowie ihrer Ernährung machten. Außerdem wurden die Vitamin D-Serum-Konzentrationen gemessen.

Es zeigte sich, dass am Ende der Studie die Teilnehmer mit Vitamin D-Supplementierung einen signifikant besseren Schlaf-Score aufwiesen als die Probanden ohne. Sie konnten im Durchschnitt schneller einschlafen, länger schlafen und fühlten sich am Folgetag deutlich leistungsfähiger.

Vitamin D-Konzentrationen im Winter im Auge behalten

Die Studie liefert Hinweise darauf, dass Vitamin D auch die Schlafqualität beeinflussen kann. Es handelt sich um die erste klinische Untersuchung, die den Zusammenhang zwischen Vitamin D und Schlafstörungen im Fokus hatte. Weitere Forschung zu dem Thema ist nötig. Laut dem renommierten Vitamin D-Forscher Prof. Dr. Hollis (4) ist die tägliche Vitamin D-Gabe der wöchentlichen oder monatlichen Einnahme vorzuziehen. Die Zellen, die einen Vitamin D-Rezeptor aufweisen, können aktives Vitamin D (Calcitriol) selbst herstellen aus Vitamin D3 (Cholecalciferol) sowie aus 25-OH-D (Calcidiol), der nach Umwandlung in der Leber als Vitamin D-Spiegel messbaren Form. Außerdem können sie Calcitriol aufnehmen. Vitamin D3 wird von den Zellen wesentlich besser aufgenommen als das 25-OH-D. Calcitriol wiederum hat eine kurze Halbwertszeit von etwa 2 Stunden. Die tägliche Zufuhr von Vitamin D3 sorgt daher durch einen hohen Cholecalciferol-Spiegel im Blut für eine optimale Versorgung der Vitamin D-empfindlichen Zellen und Gewebe.

Weitere typische Anzeichen für einen Vitamin D-Mangel wie Abgeschlagenheit und verminderte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen oder morgendliche Schmerzen in Knochen und Gliedern können hier wegweisend sein. Vitamin D gibt es von Hevert in den Dosierungen 1000, 2000 und 4000 IE: Vitamin D3 Hevert , Vitamin D3 Hevert 1000 IE Gummidrops , Vitamin D3 Hevert 2000 IE und Vitamin D3 Hevert 4000 IE .

Literatur

  1. Rabenberg M, Mensink GBM: Journal of Health Monitoring 2016 1(2). Robert Koch-Institut, Berlin. DOI 10.17886/RKI-GBE-2016-036 Robert Koch-Institut, Berlin. http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsJ/JoHM_2016_02_ernaehrung.html
  2. DAK Gesundheitsreport 2017. https://www.dak.de/dak/download/gesundheitsreport-2017-gekuerzte-fassung-1885758.pdf
  3. Mohammad Shahi Majid, Hosseini Seyed Ahmad, Helli Bizhan, Haghighi Zade Mohammad Hosein & Abolfathi Mohammad (2018) The effect of vitamin D supplement on the score and quality of sleep in 20–50 year-old people with sleep disorders compared with control group, Nutritional Neuroscience, 21:7, 511-519, DOI: 10.1080/1028415X.2017.1317395. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/1028415X.2017.1317395?journalCode=ynns20
  4. Hollis B.W., Wagner C.L., The Role of the Parent Compound Vitamin D with Respect to Metabolism and Function: Why Clinical Dose Intervals Can Affect Clinical Outcomes; The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, Volume 98, Issue 12, 1 December 2013: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3849670/

Hevert wurde von der Wirtschaftszeitschrift Capital als innovativstes Unternehmen Deutschlands 2021 ausgezeichnet.
Mehr erfahren



Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie diese Website benutzen, stimmen Sie der Nutzung von Cookies gemäß unseren Richtlinien zu. Mehr Informationen OK