Vitamin D senkt Mortalität und lindert Atemwegsinfektionen

Mehr als ein Drittel der Deutschen sind mit Vitamin D unterversorgt. Trotzdem sind sich Wissenschaftler uneins, welche Auswirkungen diese Tatsache auf die Gesundheit der Betroffenen hat. Eine aktuelle Metaanalyse ging dieser Frage nun erneut nach. Das Ergebnis: Die Einnahme von Vitamin D verringert die Gesamtmortalität. Außerdem kann eine regelmäßige Vitamin D-Supplementierung vor akuten Atemwegserkrankungen schützen.

Vitamin D senkt Mortalität und lindert Atemwegsinfektionen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in ihren Referenzwerten eine Zufuhr von 20 µg Vitamin D pro Tag bei gesunden Erwachsenen, die jedoch von den wenigsten Menschen erreicht wird. Laut Daten des Robert Koch Instituts sind in Deutschland alleine 30,2 Prozent der Erwachsenen (29,7 % der Frauen, 30,8 % der Männer) mangelhaft mit Vitamin D versorgt (1). Ähnlich sieht das in den anderen Industrieländern aus.

Trotzdem sind sich Wissenschaftler über den Nutzen einer Vitamin D-Supplementierung uneins. Lediglich in Hinblick auf die Erkrankungen des Skelettsystems und den Knochen- und Mineralstoffwechsel besteht weitgehende Einigkeit über die positiven Effekte der Vitamin D-Gaben. Vitamin D-Mangel wird aber längst mit einer Vielzahl anderer Erkrankungen in Verbindung gebracht: z. B. Depressionen, Multiple Sklerose, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas oder Diabetes. Doch die unzähligen existierenden Studien kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Insbesondere Beobachtungstudien scheinen den Nutzen von Vitamin D zu bestätigen. Randomisierte kontrollierte Studien (RTC) und Meta-Analysen ziehen häufig andere Schlüsse.

Meta-Analysen und randomisierte kontrollierte Studien ausgewertet

Ein Forscherteam aus Frankreich hat nun den aktuellen Forschungsstand zum Thema untersucht. Sie wollten wissen, welche Effekte von Vitamin D derzeit in Studien valide belegt wurden (2). Dazu werteten sie die Ergebnisse von Meta-Analysen und weiteren randomisierten Studien aus, die zwischen Anfang Januar 2013 bis Ende Mai 2017 publiziert worden waren. Insgesamt fanden sie zwar 87 Meta-Analysen, konnten aber nur 35 davon verwerten. Die anderen 52 schlossen sie aufgrund methodischer Mängel aus. Hinzu kamen noch 202 weitere randomisierte Studien, welche in den Meta-Analysen nicht berücksichtigt wurden.

Insbesondere die krebsbedingte Mortalität ging zurück

Die Forscher kamen nach Auswertung der vorliegenden Studien zu der Erkenntnis, dass sich bei einer Zufuhr 10–20 µg Vitamin D pro Tag die Gesamtmortalität signifikant um drei Prozent verringert. Dabei bezogen sie sich in erster Linie auf eine Cochrane-Analyse aus dem Jahr 2014 (3), die eine Reduktion der Sterblichkeit um sechs Prozent, und eine neuseeländische Arbeit (4), die auf Basis von Metaanalysen über einen vierprozentigen Rückgang berichteten.

Zwei Untersuchungen bewerteten die Forscher als besonders relevant in Bezug auf die krebsbedingte Mortalität. Das ist einerseits wieder die Cochrane-Untersuchung (3), andererseits eine Arbeit von Wissenschaftlern der Harvard School of Public Health. (5) Beide Veröffentlichungen wiesen eine um zwölf Prozent verringerte krebsbedingte Mortalität bei Einnahme von Vitamin D-Präparaten nach.

Vitamin D schützt vor akuten Atemwegsinfekten

Als überzeugend werteten die Franzosen auch die Arbeit ihres Kollegen Dr. Adrian R. Martineau (6) von der Queen Mary University in London. Er konnte in einer Meta-Analyse zeigen, dass eine regelmäßige tägliche oder wöchentliche Vitamin D-Supplementierung das Risiko, mindestens einmal an einer akuten Atemwegsinfektion zu erkranken, um 12 Prozent verringert. Der schützende Effekt von Vitamin D scheint dabei von der Höhe der Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D abzuhängen. Bei Werten unter 25 nmol/l verringerte sich das Infektionsrisiko mit einem ausgeprägten Vitamin D-Mangel um 70 Prozent. Wichtig war die regelmäßige Einnahme von Vitamin D.

Keine weiteren Effekte?

Die französischen Wissenschaftler fanden darüber hinaus in den Meta-Analysen und RTCs wenig Evidenz für die in Beobachtungsstudien gezeigten Effekte von Vitamin D-Supplementierungen auf systemische entzündliche Vorgänge, kardiovaskuläre Erkrankungen, Adipositas, Gemütsstörungen oder Diabetes. Zu ähnlichen Ergebnissen war eine weitere dänische Untersuchung (7) zum Thema gekommen. Beide Studiengruppen stellen in den Raum, dass eine Assoziation in einer Beobachtungsstudie nicht mit einer Kausalität gleichgesetzt werden könne. Vielleicht sei ein niedriger Vitamin D-Status in diesen Fällen eher eine Folge, aber nicht Ursache dieser Erkrankungen.

Die dänischen Wissenschaftler weisen aber auch auf Schwächen der Meta-Analysen hin. Zum einen seien die Studiendesigns sehr heterogen, die Fragestellung nach dem Vitamin D-Spiegel selten ein primärer sondern eher sekundärer Endpunkt der Studien. Darüber hinaus sind die Untersuchungen nur selten mit Probanden durchgeführt worden, die niedrige Vitamin D-Werte aufwiesen. Weitere Studien seien daher von großer Bedeutung.

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Quellen

  1. http://www.rki.de/
  2. Autier P, Mullie P, Macacu A et al.: Effect of vitamin D supplementation on non-skeletal disorders: a systematic review of meta-analyses and randomised trials. Lancet Diabetes Endocrinol. 2017 Dec;5(12):986-1004. doi: 10.1016/S2213-8587(17)30357-1. Epub 2017 Nov 5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29102433
  3. Bjelakovic G, Gluud LL, Nikolova D, Whitfield K et al.: Vitamin D supplementation for prevention of mortality in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2014 Jan 10;(1):CD007470. doi: 10.1002/14651858.CD007470.pub3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24414552
  4. Bolland, Mark J et al.: The effect of vitamin D supplementation on skeletal, vascular, or cancer outcomes: a trial sequential meta-analysis. The Lancet Diabetes & Endocrinology, Volume 2 , Issue 4 , 307 – 320. http://www.thelancet.com/journals/landia/article/PIIS2213-8587(13)70212-2/abstract
  5. N Keum, E Giovannucci: Vitamin D supplements and cancer incidence and mortality: a meta-analysis. British Journal of Cancer volume 111, pages 976–980 (26 August 2014). doi:10.1038/bjc.2014.294
    https://www.nature.com/articles/bjc2014294
  6. Martineau AR et al. Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data. BMJ 2017; 356: i6583. doi: 10.1136/bmj.i6583. http://www.bmj.com/content/356/bmj.i6583
  7. Rejnmark L, Bislev LS, Cashman KD et al.: Non-skeletal health effects of vitamin D supplementation: A systematic review on findings from meta-analyses summarizing trial data. Plos one, Published: July 7, 2017, https://doi.org/10.1371/journal.pone.0180512

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