Rhus Toxicodendron bei Gelenkentzündungen: Wirksamkeit bestätigt

Die Arzneipflanze Toxicodendron quercifolium (Giftsumach, Giftefeu) wird in der Homöopathie unter der Bezeichnung Rhus toxicodendron seit langem als entzündungshemmendes Arzneimittel eingesetzt. Die Wirksamkeit von Rhus toxicodendron und seinen homöopathischen Verdünnungen ist durch zahlreiche präklinische Untersuchungen belegt. Wie eine randomisierte, placebo-kontrollierte Studie an Wistar-Ratten jetzt zeigen konnte, bleiben die entzündungshemmenden und anti-arthritischen Effekte selbst in hohen Verdünnungen erhalten.

Wie eine randomisierte, placebokontrollierte Studie(1) an Wistar-Ratten jetzt zeigen konnte, bleiben die entzündungshemmenden und anti-arthritischen Effekte selbst in ultramolekularen Verdünnungen erhalten.

Ausgangspunkt der am R. C. Patel Institut für Pharmazie durchgeführten Studie war eine dort vorangegangene Untersuchung zur Wirkung von Rhus tox (C3, C6, C 30, C 200, Urtinktur) auf CFA-induzierte arthritische Läsionen bei Ratten.(2) In dieser Untersuchung war selbst unter der C 200 Verdünnung eine signifikante Reduktion der CFA-induzierten Läsionen nachweisbar. Für die Wissenschaftler stellte sich daher die Frage, ob der anti-arthritische Effekt auch bei den unter Naturwissenschaftlern besonders skeptisch angesehen ultramolekularen Verdünnungen nachweisbar ist.

Männliche Wistar Ratten (150-200g) wurden auf sieben Gruppen randomisiert: Placebo, Rhus tox C6 (0,1 ml/Tag oral), Rhus tox C200 (0,1 ml/Tag oral), Rhus tox 1M (0,1 ml/Tag oral), Rhus tox 10M (0,1 ml/Tag oral), Rhus tox CM (0,1 ml/Tag oral) und Diclofenac (5mg/kg/Tag oral). Die Gelenkentzündung wurde durch Injektion von 100 µl CFA subplantar in die rechte Hinterpfote der Versuchstiere induziert. Am Tag 7, 14 und 21 nach der Injektion wurden Pfotenvolumen, Körpergewicht und Krankheitsaktivität dokumentiert. Routinemäßig wurde die Konzentration von Leukozyten, Erythrozyten, Hämoglobin und CRP bestimmt. Die Hypernozizeption in den Pfoten galt als Hinweis auf Schmerzen. Je Gruppe wurde ein Tier einer radiologischen Untersuchung der betroffenen Gelenke unterzogen.

Rhus tox reduziert primäre Läsionen signifikant

Unter Rhus tox oder Diclofenac war die Gewebeschwellung in den Pfoten geringer ausgeprägt als unter Placebo. Bei den mit Rhus tox (C6, C200, 1M, CM) behandelten Ratten war am Tag 21 eine signifikante Reduktion der primären Läsionen im Vergleich zu Placebo feststellbar. Unter Rhus tox 1M und CM kam es zudem zu einer deutlichen Reduktion der sekundären Läsionen (p<0,05). Unter Diclofenac waren am Tag 21 sowohl primäre als sekundäre Läsionen signifikant reduziert (p<0,01). Im Vergleich zu Placebo kam es in allen Verum-Armen zu einer deutlichen Gewichtszunahme. Die Entzündungsmarker normalisierten sich in allen Verum-Gruppen, wobei sich Diclofenac allen Rhus tox-Potenzen als überlegen erwies.

Im Vergleich zu Placebo besserten sich die Merkmale der arthritischen Krankheitsaktivität, des Beugeschmerztests und der Beweglichkeit unter allen Rhus tox-Potenzen, erreichten jedoch keine statistische Signifikanz. Nur der Beugeschmerz wurde unter der 1M Potenz signifikant reduziert. Unter Diclofenac kam es zu einer deutlichen Besserung aller relevanten Merkmale (p<0,05).

Rhus tox erhöht Schmerzschwelle genauso effektiv wie Diclofenac

Die physiologische Schmerzschwelle, an der die Tiere ihre Pfoten (Paw Withdrawal Threshold, PWT) als Anzeichen eines neuropathischen Schmerzes zurückzogen, war sowohl in den Rhus tox-Armen als auch in der Diclofenac-Gruppe signifikant erhöht (p<0,05). Die Erhöhung der Schmerzgrenze durch höhere Verdünnungen von Rhus tox war ähnlich ausgeprägt wie unter Diclofenac. Am geringsten was dieser Effekt unter der C6 Potenz, die jedoch die größte anti-entzündliche Aktivität zeigte.

In Anbetracht der häufigen und starken Nebenwirkungen der Basistherapeutika und NSAR sollte vor allem zur Ergänzung der schulmedizinischen Therapie immer auch an eine homöopathische Therapie gedacht werden. In Kombination mit homöopathischen Arzneimitteln können die Symptome gelindert und die Gesamtmedikation und damit auch die Anzahl und Ausprägung der Nebenwirkungen reduziert werden.

Rhus tox kommt in zahlreichen homöopathischen Komplexmitteln gegen entzündliche und rheumatische Gelenkserkrankungen zum Einsatz. In Bomarthros Harpagophytum Complex >> verlinken zu http://www.hevert.com/market-de/arzt/de/arzneimittel/arzneimittel_von_a-z/produkt/bomarthros_harpagophytum_complex ist es mit Harpagophytum (Teufelskralle), Ledum (Sumpfporst) und Tartarus stibiatus (Brechweinstein) kombiniert. Erste Behandlungserfolge sind bei sehr guter Verträglichkeit meist schon nach 1 bis 2 Wochen erkennbar und können durch weitere Anwendung gesteigert werden.

Aufgrund seiner entzündungshemmenden, abschwellenden und schmerzlindernden Wirkung ist Rhus tox in weiteren homöopathischen Komplexmitteln enthalten: In Gelsmium comp.-Hevert Tropfen hilft es bei Nervenschmerzen, in Lymphaden Hevert Complex und Lymphaden Hevert injekt lindert es chronische Erkrankungen mit Lymphknotenschwellung und gegen akute entzündliche Prozesse im Rahmen von Erkältungskrankheiten wirkt es in Mato Hevert Erkältungstropfen



Quellen:

(1) Patel DR, Ansari IA, Kachchhi YN, Patel RB, Patil KR, Jadhav RB, Patil CR. Toxicodendron pubescens retains its anti-arthritic efficacy at 1M, 10M and CM homeopathic dilutions. Homeopathy. 2012 Jul;101(3):165-70. Abstract:

(2) Patil CR, Rambhade AD, Jadhav RB, Patil KR, Dubey VK et al. Modulation of arthritis in rats by Toxicodendron pubescens and its homeopathic dilutions. Homeopathy. 2011 Jul;100(3):131-7. Abstract:


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