NABU-Spende für Amphibienschutzgebiet Monzingen

„Spende statt Geschenke“ lautete im Spätjahr das Motto bei Hevert-Arzneimittel: Um der Verbundenheit mit Natur und Region Ausdruck zu verleihen, spendete das Familienunternehmen 1.000 Euro an die NABU-Gruppe Bad Sobernheim e.V. Die Spende kommt dem Aufbau eines Amphibienschutzgebiets im alten Steinbruch des Nachbarorts Monzingen zugute.

Blick über den Flachwasserbereich, das Laichgebiet der Amphibien. Auch hier sind Pflegemaßnahmen notwendig um den dichten Schilfwuchs überschaubar zu halten.

Alle Jahre wieder versendet Hevert schon vor dem allgemeinen Weihnachtsfieber einen „Herbstgruß“ zum Erntedankfest an Geschäftspartner und Freunde des Hauses. Anlässlich dieses Herbstgrußes spendete der Naturheilkundespezialist dieses Jahr 1.000 Euro an die NABU-Gruppe Bad Sobernheim e.V. Die Spende kommt beim Aufbau eines Amphibienschutzgebiets im alten Steinbruch des Nachbarorts Monzingen zum Einsatz. Schon heute ist der Steinbruch begehrtes Laichgebiet heimischer Amphibien. Einer von insgesamt drei Krötenzäunen der Region ist an der benachbarten Landstraße angebracht: Allein in 2013 retteten freiwillige Helfer 5.395 Tiere, ein Großteil davon am Übergang zum Laichgebiet im Steinbruch.

„Hier am Hotspot unserer jährlichen Amphibienhilfe sind wir derzeit sehr aktiv“, erklärt Rolf Model, Vorsitzender der NABU-Gruppe. Mit der Spende des Arzneimittelherstellers sollen im hinteren, sonnenbeschienenen Bereich des Schutzgebiets drei kleine Flachwasserteiche für Amphibien entstehen. Hierzu müssen einige Bäume und Gebüsche entfernt werden. Mit einem kleinen Bagger werden die Mulden etwas größer ausgehoben. Anschließend wird im Inneren der Mulden eine Schicht von feinstem Basaltmehl aufgebracht. Mit einem Rüttler verdichtet, werden die Flachgewässer nach unten wasserundurchlässig und unterliegen nur der Verdunstung – ein ideales Laichgebiet für Amphibien. „Durch diese Art der Abdichtung wollen wir den Einsatz von Folien vermeiden und so natürlich wie möglich bleiben. Eine passende Randbepflanzung gehört auch dazu“, ergänzt Rolf Model stolz.

Einer der Hauptakteure im Steinbruch: Rolf Model, Vorsitzender der NABU-Gruppe, zertifizierter Natur-und Landschaftsführer und Wanderführer im Naturpark Soonwald-Nahe.

„Außerdem rüsten wir gerade ein über 50 Jahre altes kleines Gebäude in eine winterfeste Schutzhütte um. Sie soll den Amphibienhelfern während der Laichwanderung im Frühjahr bei Regen und Kälte Schutz, Unterstellung und Aufwärmung ermöglichen.“ Künftig ist vorgesehen, die Schutzhütte auch als NABU-Treffpunkt für verschiedene Aktionen zu verwenden, wie zum Beispiel Naturbeobachtung oder Naturschulung. Dies alles ohne die dortige Biotopentwicklung in irgendeiner Form negativ zu beeinträchtigen.