Hevert verbannt Palmöl aus seinen Präparaten

Hevert-Arzneimittel setzt einmal mehr auf Nachhaltigkeit und verwendet in der eigenen Herstellung am Standort Nußbaum seit dem zweiten Quartal 2020 nur noch Magnesiumstearat, das nachweislich nicht aus Palmöl hergestellt wurde. Ab Juli werden die „palmölfreien“ Präparate am Markt verfügbar sein.

Hevert setzt auf Nachhaltigkeit: Palmölfreie Herstellung am Standort Nußbaum. Foto: Torsten Silz

Magnesiumstearat wird als pharmazeutischer Hilfsstoff unter anderem für die Tabletten-, Kapsel- und die Pulverherstellung verwendet. Es handelt sich um ein weißes, sehr feines, leichtes Pulver, das sich fettig anfühlt und in der Herstellung die Funktion eines Schmiermittels übernimmt. Es verhindert, dass Pulver bei der Herstellung an den Oberflächen von Maschinen hängen bleibt und erhöht somit die Effizienz des Herstellungsprozesses. Außerdem ist es maßgeblich dafür verantwortlich, dass die einzelnen Rohstoffe im Präparat nicht verkleben.

Magnesiumstearat ist das Magnesiumsalz der Stearinsäure, einer gesättigten Fettsäure, deren Anteil mit 98% deutlich höher ist als die des Magnesiums. Zur Gewinnung von Magnesiumstearat wird häufig Palmöl verwendet, das am Markt in großen Mengen und zu kleinen Preisen verfügbar ist.
Hevert verwendet in seiner eigenen Produktion am Standort Nußbaum seit dem zweiten Quartal 2020 ausschließlich Magnesiumstearat, welches mit Hilfe von Sonnenblumenöl hergestellt wurde. Ab Juli werden die ersten palmölfreien Tabletten am Markt verfügbar sein. Andere Hevert-Präparate, welche von Lohnherstellern hergestellt werden, werden schrittweise in den nächsten Monaten umgestellt.

Mit der Umstellung auf palmölfreies Magnesiumstearat fügt die Hevert-Geschäftsführung einen weiteren Baustein in ihr unternehmensweites Nachhaltigkeitskonzept ein. „Wir möchten, dass sich unser Ziel der Nachhaltigkeit in jedem Schritt unserer Wertschöpfungskette widerspiegelt“, so Geschäftsführer Marcus Hevert. „Wir reagieren hierbei auch auf Anregungen von Kunden. Auf die Vermeidung von Palmöl in Tabletten wurden wir erst durch eine Patientin aufmerksam. Uns war gar nicht bewusst, dass das meiste von der pharmazeutischen Industrie verwendete Magnesiumstearat Palmöl enthält“, ergänzt Co-Geschäftsführer Mathias Hevert. „Wir sind nun umso dankbarer, dass unsere F&E-Abteilung eine palmölfreie Alternative gefunden hat, welche unsere Produktion erfolgreich einsetzen kann. Wir hoffen sehr, dass auch andere Hersteller unserem Beispiel folgen.“

Regenwälder müssen Palmölindustrie weichen

Industriell gewonnenes Palmöl und daraus hergestellte Produkte stehen vermehrt in der Kritik. Das Öl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen und findet in Lebensmitteln, Kosmetika sowie Arzneimitteln aufgrund seines günstigen Preises gerne Verwendung. Die große Nachfrage hat dazu geführt, dass ganze Regenwälder gerodet wurden, um Palmölplantagen anlegen zu können. Dadurch wird vielen Tieren nach und nach der Lebensraum genommen, ganz zu schweigen von den Auswirkungen auf das Klima.

Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette

Seit vielen Jahren engagiert sich Hevert für den Naturschutz und arbeitet unternehmensweit daran, Prozesse und Abläufe für einen möglichst schonenden Einsatz der natürlichen Ressourcen zu optimieren. Dabei wird jeder Schritt der Wertschöpfungskette kritisch unter die Lupe genommen.

Produktverpackungen und Beipackzettel aus FSC®-Mix Papier, der Einsatz von Bio-Ethanol und der Bezug von 100% Ökostrom waren erste Maßnahmen, die Hevert in den vergangenen Jahren sukzessive und konsequent vorangetrieben hat. Die Vermeidung der Verwendung von Palmöl sowie ein unternehmensweites Projekt zur Umstellung von Tablettenblistern und Verschlusskappen auf Biokunststoff reihen sich nahtlos in diese Bemühungen ein.

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