Hevert startet Ferienbetreuung – Forscher im Auftrag

Betreuungsengpass für Kinder berufstätiger Eltern während der Ferienzeit? Nicht mehr für Hevert-Mitarbeiter. Erstmals zu den Herbstferien startete das Familienunternehmen eine betrieblich organisierte Ferienbetreuung für Kinder von Mitarbeitern unter dem Namen „Forscher im Auftrag“. Ein erster Schritt, den Hevert unter der Teilnahme am Projekt „MoVe“ des Instituts für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit) umsetzte. Das neue Förder-Projekt für rheinland-pfälzische Betriebe unterstützt betriebliche Lösungen für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

„Was hast du denn da?“ – Beim gemeinsamen Sammeln von Insekten.

Schulferienzeit und geschlossene Kindergärten stellen berufstätige Eltern immer wieder vor die Herausforderung, die Betreuung ihrer Kinder zu organisieren. „Gerade während der Ferienzeiten der schulpflichtigen Kinder ist es nicht immer ganz einfach, deren Betreuung abzudecken. Mit der Teilnahme an MoVe hatten wir nun erstmals die Möglichkeit, ein eigenes Herbstferienprogramm für Kinder von Mitarbeitern auf die Beine zu stellen und so zur Entlastung der Eltern beizutragen“, erklärt Stephanie Schmitz, Leiterin Company Services bei Hevert-Arzneimittel. MoVe steht für „Modulare Entwicklung von Konzepten und Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in kleinen und mittleren Unternehmen“.

Räumlichkeiten wurden angemietet und mit Bianca Rogoll eine Betreuerin gefunden, die die Naturverbundenheit des Familienunternehmens in ihrem kindgerechten Programm „Forscher im Auftrag“ perfekt zum Ausdruck brachte. „Mit meinem Angebot will ich die Lust wecken, die Umwelt ganzheitlich zu erforschen, zu erleben, zu hinterfragen und somit auch spielerisch das soziale Miteinander fördern“, erklärt Frau Rogoll ihren Ansatz. Während zehn Jahren Berufserfahrung als Erzieherin erkannte sie, wie wichtig eigene Beobachtungen, Erfahrungen und Erlebnisse sowie die bewusste Auseinandersetzung mit der Umwelt für die Persönlichkeitsentfaltung eines Kindes sind.

Insgesamt elf Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren hatten Hevert-Mitarbeiter für das Programm angemeldet. Die kleinen Forscher trafen sich gespannt am Montagmorgen, 07.Oktober 2013, dem ersten Tag der Herbstferien, im Dorfgemeinschaftshaus Nussbaum. Hier lernten sie Frau Rogoll, ihre Betreuerin für die anstehende Woche im Zeichen des Forschens, kennen. Ob Insektenwelt, Forscherolympiade oder Tierexpedition, die aktive Auseinandersetzung mit Natur und Umwelt zog sich wie ein roter Faden durch die Ferientage.

Selbstgebastelte Nussmenschen in der Krabbel- und Kriechtierwelt.

Die Tage starteten ruhig und gemütlich. Eine Kerze brannte, es gab Tee und frisches Obst – die Betreuungsgruppe sammelte sich jeden Morgen auf einem Decken- und Kissenlager um den anstehenden Tag zu planen. Jeden Tag erwartete sie ein neuer Forscherauftrag, den Frau Rogoll den Kindern vorstellte.

Der erste große Auftrag lautete etwa, gemeinsam eine Krabbel- und Kriechtierwelt zu basteln. Für diese Welt sollten verschiedene Bereiche für Spinne, Schnecke, Assel und Ohrwürmer geplant werden. Alle natürlichen Materialien, die die kleinen Forscher dazu benötigten, sammelten sie auf Spaziergängen und Streifzügen durch die Natur. Moos, Blätter, Rindenstücke, Nüsse, Kastanien und Co. wurden fleißig zusammengetragen. Mit viel Liebe zum Detail und Fantasie entstanden auf einem großen Tisch Nussmenschen, Seilbahn, Schaukeln, eine Rutsche und viele andere Sachen – eine Welt, wie sie in den Augen der Kinder für die kleinen Insekten passend wäre.

Zusätzlich wurde für jedes Tier eine eigene Box mit Materialien vorbereitet, die seiner tatsächlichen natürlichen Umgebung und Bedürfnissen entsprechen. Dann hieß es am nächsten Tag Gummistiefel an und ab nach draußen, um die zukünftigen Bewohner in der Natur aufzuspüren. Behutsam stöberten die Kinder nach den Insekten in Laub, Waldgrund oder zwischen Steinen. Ganz vorsichtig waren sie beim Einfangen in kleinen Forschergläsern. Die Ausbeute wurde nach der Rückkehr genau betrachtet und für die Dauer der Ferienwoche vorübergehend in die Boxen umgesiedelt, wo es ihnen an nichts fehlen sollte.

Hier wird eifrig gemalt.

Am Ende der ereignisreichen Ferienwoche blickten alle gemeinsam auf viele neue Erfahrungen und Eindrücke mit neugewonnenen Freunden zurück. Bunte, individuell gestaltete Forschermappen und ein großes selbstgestaltetes Buch, das die gesamte Forscherwoche dokumentiert, erinnern an die erste Hevert-Ferienbetreuung.

„Der erfolgreiche Start unserer Ferienbetreuung und das positive Feedback von Kindern und Eltern hat uns bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Marcus Hevert, Hevert-Gesellschafter und Projektleiter MoVe. „Besonders stolz können wir schon heute ankündigen, dass vielleicht schon das nächste Ferienprogramm in einem eigenen Hevert-Kinderparadies stattfinden könnte. Der Werksvertrag für den Neubau eines Holzhauses auf dem Betriebsgelände in Nussbaum ist bereits unterschrieben.“