Gesundheitsbranche auf dem Vormarsch - Staatssekretärin zu Besuch bei Hevert-Arzneimittel

Während ihrer Sommerreise besuchen Politiker immer wieder Unternehmen aus der Region. So auch Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt. Sie suchte den Austausch mit dem Familienunternehmen Hevert-Arzneimittel, das naturheilkundliche Arzneimittel im Landkreis Bad Kreuznach entwickelt, produziert und von hier aus weltweit exportiert.

Staatssekretärin Daniela Schmitt besuchte auf ihrer diesjährigen Sommerreise Hevert-Arzneimittel. Marcus Hevert, Geschäftsführer, stand gerne Rede und Antwort.

Die Nähe zu den Unternehmen ist der Staatssekretärin wichtig. Sie versteht die Aufgabe der Politik auch darin, Leitplanken für die Tätigkeit der Unternehmen vor Ort setzen zu können. Die Sommergespräche bilden somit auch den Kompass für die zukünftige politische Agendasetzung.

Die Staatssekretärin ist sich bewusst, dass die Medizintechnik- und Gesundheitsbranche für den Standort Rheinland-Pfalz immer wichtiger werden. Kleine und mittelständische Unternehmen dominieren den Wirtschaftsstandort im Westen Deutschlands, das gilt besonders für den Gesundheitssektor. „An Hevert führt daher auch im Austausch mit den Unternehmen vor Ort kein Weg vorbei“, betonte ihre Begleiterin Dörte Büchel, Referentin für Gesundheitswirtschaft.

Als „vorbildhaft und zukunftsweisend“ bewertete die Staatssekretärin das in dritter Generation geführte Familienunternehmen, das im vergangenen Jahr 60-jähriges Firmenjubiläum feierte und mehrere Nachhaltigkeitspreise erhalten hat. Der ganzheitliche Ansatz des Unternehmens zur Stärkung der Naturheilkunde und des Umweltschutzes beeindruckte die Staatssekretärin gleichermaßen wie das nachhaltige Wirtschaften und der verantwortungsbewusste Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Diese Unternehmenskultur macht unseren Mittelstand in Rheinland-Pfalz aus und trägt maßgeblich zur Wertschöpfung und Innovationskraft unseres Landes bei“, so das Fazit der Staatssekretärin.

Hevert kombiniert traditionelle Naturheilkunde mit modernen Herstellungsverfahren, davon konnten sich die Besucherinnen in einem einstündigen Rundgang selbst überzeugen. Wichtige Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg sind neben den rund 180 Beschäftigten der eigene Forschungs- und Entwicklungsbereich, ein strenges Qualitätsmanagement und Heilpflanzen von hohem Reinheits- und Wirkstoffgehalt.

Die Region macht sich, so das Fazit am Ende des Gesprächs. Einzig die Anbindung von Nussbaum an die Bundesstraße B41 bleibt ein Problem. Die Enge der Straße stellt die Logistik des Arzneimittelherstellers immer wieder vor neue Herausforderungen. „Solange die Straße nach Nussbaum nicht ausgebaut wird, lohnt es sich für uns nicht, weiteres Geld in den Ausbau der Infrastruktur zu investieren“, bedauerte Marcus Hevert. Er hofft, dass sowohl Nussbaum als auch die benachbarten Ortschaften Richtung Idar-Oberstein bei zukünftigen Strukturplanungen berücksichtigt werden und eine Verkehrsentlastung herbeigeführt wird.

Das Familienunternehmen wird heute in dritter Generation von Marcus und Mathias Hevert geführt. Ihre Schwester Sarah Hevert ist Mitgesellschafterin und Vorstandsvorsitzende der 2015 gegründeten Hevert-Foundation , die durch zahlreiche Initiativen die Förderung der Gesundheit von Mensch und Natur zum Ziel hat. Seit 2011 existiert eine Niederlassung in den USA. Auf Grund des wachsenden Auslandsgeschäfts wurde die Produktion in Nussbaum 2014 mit einem Anbau erweitert. Anfang Mai 2017 eröffnete das Unternehmen in Berlin ein Hauptstadtbüro für rund 20 Mitarbeitern.