Erlebnistag für Grundschüler

Ihre Schulbank tauschten die Grundschüler der vierten Klassen aus Monzingen am Montag und Dienstag, 24. und 25. Juni, gegen einen Workshop-Tag beim Kooperationspartner Hevert-Arzneimittel. Rund 65 Schüler besuchten den Hevert-Firmensitz in Nussbaum um das Familienunternehmen und die Homöopathie hautnah zu erleben.

Genauigkeit und exaktes Arbeiten waren beim Workshop „Homöopathie“ gefragt.

Statt Schulunterricht wanderten die Grundschüler zum Hevert-Firmenhauptsitz im Nachbarort Nussbaum. Nach einer kurzen Stärkung mit Pausenbrot ging es dann endlich los. Fröhliches Kichern und gespannte Gesichter erwarteten vier Hevert-Mitarbeiterinnen. „Ich hoffe, ihr seid alle gut gestärkt, denn wir haben heute einiges mit euch vor“, begrüßte Nadja Ulrich, Mitarbeiterin der Qualitätskontrolle, die Schüler und ihre mitgewanderten Betreuer. Ein kurzer Überblick über das Programm des Vormittags und die geplanten Workshops ließen die Spannung steigen.

Denn anstelle einer Firmenführung organisierten die Hevert-Mitarbeiterinnen ein Gewinnspiel. Dazu wurden die Schüler in drei gleich große Gruppen aufgeteilt und mussten bei drei Workshops ihr Wissen über Homöopathie, homöopathische Wirkstoffe und den menschlichen Körper bei spielerischen Aufgaben auf die Probe stellen.

An der Station „Wirkstoffkunde“ warteten unter anderem frischer Löwenzahn, Johanniskraut, Ginkgo und Schafgabe sowie getrocknete Teedrogen auf die Kinder. Elke Dreher, Mitarbeiterin aus dem Marketing, stellte ihnen die einzelnen Heilpflanzen vor und erklärte, wie man sie verwenden kann. Schmecken, Riechen, Anfassen und genaues Betrachten halfen den Schülern sie voneinander unterscheiden zu lernen. Neben diesen bekannteren Wirkstoffen zeigte Frau Dreher den Schülern auch Bilder einiger exotischer Inhaltsstoffe: Koralle, Goldsalz, Schlangengift und Co. brachten die Kinder zum Staunen. „Wisst ihr, es ist manchmal gar nicht so einfach diese Wirkstoffe zu bekommen. Aufgrund ihrer Herkunft sind sie teilweise sehr schwer zu beschaffen. Naturschutz- und Artenschutzbestimmungen haben oberste Priorität“, erklärte Frau Dreher die Besonderheit.

Gemeinsam lernen: Alle packten beim Zusammensetzen der Anatomiepuppe mit an.

Weiter ging es an der Station „der menschliche Körper“. Hier lernten die Kinder anhand einer Anatomiepuppe die verschiedenen Organe und ihre Funktionen kennen. „Das ist ja eine prima Vorbereitung“, gestand eine Lehrerin lachend. „Gerade nächste Woche wollten wir die Organe im Sachkundeunterricht behandeln.“ Einmal gut zugehört und aufgepasst, dann hieß es selbst Hand anlegen: Mit Stethoskop und Arztkittel bestens ausgestattet wurde ein Schüler zum Chirurgen ernannt, der die Puppe mit Hilfe seiner Klassenkameraden auseinanderbauen, die Organe und ihre Funktionen benennen und den Körper wieder richtig zusammensetzen durfte. Für jedes richtig benannte und eingesetzte Organ erhielt die Gruppe Punkte.

Zuletzt ging es zur Station „Homöopathie“. Der Spaß war groß, als Frau Ulrich Überziehschuhe, Hygienehauben, Kittel, Mundschutz und Handschuhe an die kleinen Laboranten austeilte. Mit Pipetten durften sie kleine Mengen einer aromatisch riechenden Teufelskralle-Urtinktur in einen Messzylinder abmessen und unter Aufsicht mit Wasser zur Lösung D1 (Verdünnung im Verhältnis 1:10) verschütteln. Auch hier gab es wieder Fragen zu den einzelnen Arbeitsschritten, die richtig beantwortet werden mussten.

Als alle Stationen durchlaufen waren, wurde es noch einmal spannend. Unter großem Jubel wurde das Siegerteam mit den meisten Punkten verkündet und mit dem ersten Preis, je einem I Love Nature-Thermobecher, belohnt. Doch auch die Zweit- und Drittplatzierten konnten sich über kleine Geschenke freuen.