Ein Schulgarten als Lernstätte

Neuer Schulgarten fördert praktisches Lernen und Gesundheitsbewusstsein der Schüler der Grundschule Monzingen.

Beim Aufhacken der Erde – die Kinder sind mit Feuereifer dabei.

Mit der gemeinsamen Neugestaltung des Schulgartens ist ein weiterer Schritt im Engagement für Nachhaltigkeit der Grundschule Monzingen und des Nussbaumer Familienunternehmens Hevert-Arzneimittel abgeschlossen. In etwa fünf Arbeitstagen hat das Gärtner-Team von Hevert den Schulgarten auf Vordermann gebracht.

Der Garten bietet den Grundschülern zukünftig eine Lebens- und Lernstätte der anderen Art – einen Raum in der Natur, in den sich die Kinder gerne zum Lernen zurückziehen. Vor allem die lebenspraktische Bildung und das Gesundheitsbewusstsein können weiter ausgebaut werden: Durch die Verantwortung für den Garten und seine Pflanzen werden die Kinder selbst körperlich tätig, ernten ihren eigenen Ertrag und lernen, gesund zu essen. Eine gepflasterte Sitzecke lädt Schüler und Lehrer zum Unterricht im Freien mit gemeinsamem Lesen und Musizieren ein.

Im neu angelegten Pflanzbeet wachsen unter anderem Zucchini, Kürbis und Paprika. Auch im kleinen Kräutergarten gedeihen Rosmarin, Liebstöckel, Estragon, Petersilie und Co. prächtig. „Wir haben bewusst Pflanzen ausgewählt, die leicht zu pflegen und damit für einen Schulgarten bestens geeignet sind“, so Görg Becker, Leiter Facility Management bei Hevert.

Die fleißigen Gärtner bei der Arbeit.

In der Zwischenzeit konnten die Kinder bereits stolz erste Erdbeeren und Radieschen ernten. Lehrer und Schüler haben in der Koch-AG gemeinsam frisches Brot gebacken und mit Radieschen darauf gegessen. „Wir wollen das Gesundheitsbewusstsein der Kinder fördern. Durch die selbständige Pflege und Ernte von Kräutern, Obst und Gemüse im Schulgarten hoffen wir, gemeinsam mit den Lehrern das Thema gesunde Ernährung an die Schüler herantragen zu können“, erklärt Mathias Hevert, geschäftsführender Gesellschafter von Hevert.

„Vor allem den Kindern mit Förderbedarf wollen wir mit der Pflege des Schulgartens mehr gerecht werden. Im Bereich lebenspraktische Bildung können sie nun erfahren, was es heißt, selbst etwas anzubauen, zu ernten und später auch verwerten zu können“, betont Grundschulrektorin Petra Kohrs. „Viele kennen das heute gar nicht mehr.“ Die Verantwortung für den Garten wurde deshalb direkt auf die Grundschüler übertragen. Eine eigene Schulgarten AG kümmert sich um Unkraut und Aufhacken der Erde; eine Gruppe Förderkinder übernimmt gerne das Gießen. Ist es draußen trocken und heiß gehen die Kinder noch vor Unterrichtsbeginn morgens als erstes in den Garten, füllen die Gießkannen und kümmern sich um die durstigen Pflanzen.

Die erste Radieschen-Ernte aus dem neuen Garten.

Als nächstes wollen die Kinder ein Insektenhotel bauen. Sie haben im Internet recherchiert, welche Materialen sie dafür brauchen und sind schon gespannt, wer dort alles einziehen wird.