CSR-Impuls für kleine und mittelständische Unternehmen

„Gesellschaftliches Engagement im Mittelstand – lohnt sich das?“ – unter diesem Titel lud die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke am 04. Dezember zum Unternehmergespräch ins Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung nach Mainz ein. Dr. Tilmann Laun, Leiter Quality Operations/QP und Leiter des CSR-Teams bei Hevert-Arzneimittel, präsentierte am Beispiel des Nussbaumer Familienunternehmens, wie Nachhaltigkeitsziele auch in kleineren Unternehmen verankert und in die Praxis umgesetzt werden können.

Dr. Tilmann Laun, Leiter Quality Operations/QP und Leiter des CSR-Teams bei Hevert-Arzneimittel, hielt einen Impulsvortrag zum Thema „Innovative Lösung zur Integration von CSR-Maßnahmen im Unternehmen“.

Corporate Social Responsibility (CSR), oder Unternehmensverantwortung, rückt immer mehr in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Dabei ist das Thema eigentlich kein neues: Der Begriff des ehrbaren Kaufmanns ist seit Jahrhunderten in Europa bekannt. Er umschreibt ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen, die Gesellschaft und die Umwelt – heute im Begriff CSR verankert, als freiwilliger Beitrag eines Unternehmens zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Rheinland-Pfalz ist geprägt von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs). Ein etabliertes CSR-Konzept kann heute zum Standortfaktor für die Entscheidung von Fachkräften für oder gegen ein Unternehmen werden. Doch KMUs, die das Thema CSR systematisch angehen, sind heute noch in der Minderheit. Es fehlt an personellen und finanziellen Ressourcen und allgemein an Informationen, die auf ihre Bedürfnisse übertragbar wären.

Hevert-Arzneimittel zählt zu den Unternehmen, die erfolgreich Nachhaltigkeitskonzepte in der Unternehmenspraxis etablieren konnten. „Hevert hat mit beträchtlichem Aufwand identifiziert wo die Probleme im Unternehmen liegen“, erklärte Dr. Laun. Doch CSR wurde nicht zur reinen Managementaufgabe gemacht sondern auf die Köpfe der Mitarbeiter verteilt: Wo sehen die Mitarbeiter Probleme und Potenzial für mehr Nachhaltigkeit? „Wir können heute auf ein 130-köpfiges CSR-Team blicken und fühlen uns in dieser Größenordnung durchaus auf Augenhöhe mit großen Konzernunternehmen.“ Ein Erfolgsbeispiel, das übertragbar ist.