Auf den Spuren von Pastor Emanuel Felke

Anlässlich des Tages der Homöopathie lud Hevert-Arzneimittel zum „Felke-Rundgang“ durch Bad Sobernheim ein.

Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak (Mitte mit roter Jacke) und Wolfgang Heimer (Mitte mit weißer Mütze) begrüßen die Teilnehmer vor dem Felke-Denkmal

So viel Besuch hatte Pastor Emanuel Felke, Ehrenbürger der Stadt Bad Sobernheim, schon lange nicht mehr: Am frühen Nachmittag des 15. Septembers versammelten sich über 50 Menschen am Felke-Denkmal am Bahnhof, um gemeinsam auf den Spuren des berühmten Pastors durch die Stadt zu wandeln. Anlässlich des „Tages der Homöopathie" hatte der Nussbaumer Arzneimittelhersteller Hevert zum „Felke-Rundgang" eingeladen. „Die hohe Teilnehmerzahl und besonders das Interesse der Teilnehmer an Felke haben mich sehr gefreut", berichtet Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak, die seit über 30 Jahren bei Hevert-Arzneimittel als Heilpraktikerin tätig ist. Gemeinsam mit Wolfgang Heimer, Leiter des örtlichen Heimatmuseums „Priorhof", gestaltete sie den Rundgang.

„Hevert-Arzneimittel und Pastor Emanuel Felke sind eng miteinander verbunden", erklärt Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak die Hintergründe. „Die Komplexmittel-Homöopathie wurde entscheidend von Felke mitentwickelt. Auf die Lehren dieses Bad Sobernheimer Bürgers sind viele der heute weltweit angewendeten homöopathischen Produkte zurückzuführen. Zahlreiche homöopathische Präparate aus dem Sortiment von Hevert-Arzneimittel beruhen auf den Rezepturen des Pastors und seiner Schüler. Emil Hevert, der Großvater des heutigen Geschäftsführers Mathias Hevert, gründete 1950 den lokalen Felke-Verein und führte einige Jahre den Felke-Bund, den nationalen Dachverband der deutschlandweiten Felke-Vereine, mit Sitz in Bad Sobernheim bevor er mit seiner Frau Dorothea 1956 das Unternehmen Hevert-Arzneimittel gründete. Grundstein bildeten damals Komplexmittel auf Basis der Felke Therapie."

Wolfgang Heimer (Mitte mit weißer Mütze) berichtete den interessierten Besuchern auf dem Marktplatz Wissenswertes von Pastor Emanuel Felke.

Nach der Begrüßung am Felke-Denkmal führten Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak und Wolfgang Heimer die Teilnehmer zum Haus Nahestraße 4. Hier hatte Pastor Felke einige Jahre gewohnt, als er 1915 nach Bad Sobernheim kam. Bei der nächsten Station, dem „Haus Waldeck" in der Felkestraße, stehen noch heute einige Lauben im Garten, die vom Wirken des Pastors zeugen. Von dort ging es weiter zur Villa Bernardi, in der sich die zweite Wohnung des Pastors befand. Im ehemaligen „Saarhotel" in der Großstraße, welches als nächstes besichtigt wurde, praktizierte Felke viele Jahre. Auch seine Abende verbrachte der gesellige Pastor gerne dort. Anschließend gingen die Teilnehmer des Rundgangs in die nahe Kirchstraße, wo 1956 das Unternehmen Hevert-Arzneimittel gegründet wurde. Bevor die Felke-Interessierten sich am Heimatmuseum Priorhof die restaurierte Lufthütte und zahlreiche Gegenstände aus dem Besitz Felkes anschauen konnten, führten Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak und Wolfgang Heimer sie zum Marktplatz, wo sich auf dem Gelände der heutigen Sparkasse das „Hotel Adler" befand, das viele Felke-Patienten beherbergte.

Nach einer kleinen Stärkung am Heimatmuseum erwartete die Teilnehmer eine Besonderheit: Der Park des ehemaligen Kurhauses „Löwenburg", welches sich in der Ringstraße befindet, konnte besichtigt werden. Mitten in Bad Sobernheim befand sich das Kurhaus von Familie Klussmeier, deren über ein Hektar großer Park derzeit überwiegend naturbelassen ist. „Heute gibt es viele Bad Sobernheimer, die nicht mehr wissen, dass die Löwenburg bis 1939 ein Kurhaus war", berichtet Rosemarie Bamberger-Wawrzyniak.

Grab und Gedenkstätte von Pastor Felke

Den Abschluss des drei Stunden dauernden Rundgangs bildeten das Grab und die Gedenkstätte von Pastor Felke auf dem örtlichen Friedhof. „Wir von Hevert-Arzneimittel freuen uns sehr, dass wir auch geographisch eng mit Pastor Emanuel Felke verbunden sind", fasst die Heilpraktikerin den Rundgang zusammen. „Daher lag es nahe, dass wir am Tag der Homöopathie an den Mitbegründer der Komplexmittel-Homöopathie erinnerten und uns auf seine Spuren in Bad Sobernheim begaben."