Arzneimittel statt Gold – Elke Dreher feiert 30 Jahre bei Hevert-Arzneimittel

Seit dem 1. September 1982 ist Elke Dreher bei Hevert-Arzneimittel tätig. Eine lange Zeit, in der die heutige Marketing Mitarbeiterin seit ihrer Ausbildung bei Hevert viele Erfahrungen in den unterschiedlichsten Bereichen sammeln konnte. Die echte Allrounderin blickt gern auf dreißig Jahre Hevert-Arzneimittel zurück.

Hevert bedankt sich bei Elke Dreher (3.v.l.)

Nach dem Hauptschulabschluss an der Alfred-Delp-Gesamtschule musste die damals 16-Jährige zunächst ein Jahr an der Hauswirtschaftsschule Bad Kreuznach überbrücken. „Zu dem Zeitpunkt, als ich aus der Schule kam, waren die geburtenstarken Jahrgänge und man konnte sich nicht groß etwas aussuchen. Man hat sich hier und da beworben und hat letztendlich genommen, was man gekriegt hat“, erklärt Frau Dreher. „Eigentlich wollte ich Goldschmiedin lernen, durfte ich aber leider nicht.“ Ihr Patenonkel war Goldschmied und hatte einen eigenen Laden im Heimatort Waldböckelheim. „Wenn ich als Kind unten im Dorf war, bin ich oft bei ihm vorbeigegangen und habe ihm gern zugeschaut.

„Die Stelle bei Hevert - das hat sich dann einfach so ergeben.“ Mit 17 begann sie ihre Ausbildung als Bürogehilfin beim Arzneimittelhersteller. Die Lehre dauerte damals zwei Jahre. Trotz einem detaillierten Ausbildungsplan für das Büro sah die Realität doch etwas anders aus. „Priorität hatte immer das tägliche Geschäft – aber natürlich haben wir auch etwas im Büro gemacht“, erklärt Frau Dreher augenzwinkernd. In der ersten Zeit war sie viel in der Kommissionierung und hat Arzneimittelbestellungen zusammengestellt. „Ich konnte bald blind durch die Kommissionierung gehen, musste mir kein Licht anmachen. Ich wusste genau, in diesem Gang, in dieser Bütte, finde ich das Arzneimittel.“ Sogar in der Abfüllung hat sie mitgeholfen. „Hier war früher vieles einfach anders. Man hatte nicht seinen festen Arbeitsplatz sondern ist viel mehr durch die Abteilungen gekommen. Das finde ich auch heute noch wichtig. Man sieht, was die anderen so machen, welche Aufgaben sie haben. Das fördert das Verständnis füreinander.“

Die Kommissionierung in den 90er Jahren

Produktion, Labor, Verpackung, Versand, Büro – alles spielte sich damals im Firmengebäude in der Eckweilerstraße in Bad Sobernheim ab. Die Standorte Logistikzentrum Haystraße und den heutigen Firmenhauptsitz in Nussbaum gab es damals noch nicht.

Nach der Ausbildung wurde die 19-Jährige übernommen und direkt festangestellt. Zunächst war die junge Frau im Versand und der Abfüllung tätig; eine Zeitlang hat sie die Aufträge der Ampullenabteilung bearbeitet. „Damals gab es noch sogenannte Kombipackungen. Zwölf verschiedene Ampullenpackungen wurden von Hand zu einer 1.200er Packung zusammengeklebt. Da hieß es‚ kleb dir eine‘“, ergänzt sie lachend.

1994 unterschrieb sie einen neuen Anstellungsvertrag: Kundenbetreuung in der Musterbearbeitung. In der Zwischenzeit war das Unternehmen stetig gewachsen. Mehr Mitarbeiter, mehr Aufträge, größere Produktionsräume – das Gebäude in der Eckweilerstraße in Bad Sobernheim platzte bald aus allen Nähten. Die Musterkommissionierung und Frau Dreher wurden in das Hochregallager in der Haystraße umgezogen. Parallel wurde der heutige Firmenhauptsitz in Nussbaum gebaut. Viele Jahre hat sie dort mit Marion Weidner zusammengearbeitet. „An die Zeit mit Frau Weidner in der Haystraße erinnere ich mich besonders gerne. Da gab es täglich Highlights. Wir hatten viel Spaß miteinander und immer etwas zu lachen.“

An ihrem heutigen Arbeitsplatz

Das sollte nicht der letzte Umzug gewesen sein. Seit 2008 ist Elke Dreher im Firmenhauptsitz in Nussbaum als Mitarbeiterin im Marketing Service zu finden. „Ich telefoniere viel, nehme eingehende Kundenanrufe entgegen, die die Zentrale nicht mehr schafft, oder vermittele an Kollegen. Es gibt viele Fragen zu Medikamenten, andere Kunden teilen uns neue Anschriften mit oder möchten verbunden werden – das ist ganz unterschiedlich, aber immer interessant. Besonders gefällt mir, dass die Stelle sehr abwechslungsreich ist und man viel Kontakt zu Menschen hat.“

Nach so langer Zeit im Unternehmen und den gesammelten Erfahrungen kommt es nicht von ungefähr, dass Frau Dreher heute die regelmäßigen Besuchergruppen bei Firmenführungen gekonnt durch den Firmensitz in Nussbaum führt. „Wenn man dreißig Jahre bei Hevert ist, und sozusagen schon zum Inventar gehört, dann weiß man sehr, sehr viel“, lacht Elke Dreher und ergänzt dann etwas ernster: „Ich bin bei Hevert einfach hängengeblieben und das meine ich nicht negativ. Ich habe hier gelernt, viel erlebt und in den unterschiedlichsten Bereichen gearbeitet. Mir hat die Arbeit immer Spaß gemacht.“

Beim Strandspaziergang in Norditalien

Auf die Frage, was sie gerne in ihrer Freizeit macht, gesteht sie lachend: „Ich bin eine leidenschaftliche Muschelsammlerin, schon von frühester Kindheit an.“ Eine ganze Vitrine und einen Dekotisch hat sie bisher mit den schönsten Exemplaren gefüllt. „Außerdem reise ich sehr gerne.“ Besonders häufig zieht es sie in den Norden Italiens. „Das ist meine zweite Heimat. Seit vielen Jahren fahren wir so oft wie möglich zu Freunden, die ein kleines Hotel in die Nähe von Rimini betreiben. Wenn ich mal alt bin, möchte ich gerne auch dort wohnen. Ich habe auch angefangen Italienisch zu lernen, immer mal wieder zwischendurch, nur für mich, wie ich gerade Zeit habe.“

Wenn sie nicht arbeitet oder in Italien verweilt, liebt die Monzingerin in ihrer Freizeit Musik und das Ballett. „Ich schreibe sogar eigene kleine Gedichte zu den unterschiedlichsten Anlässen. Auch meinen Traum habe ich mir doch noch erfüllen können und habe einen Goldschmiedekurs gemacht.“ Dass Frau Dreher für Hevert Gold wert ist hat sie dagegen schon längst bewiesen. Grazie mille!

Im Kreis der Gratulanten