Grundschüler auf den Spuren der Homöopathie

Ihre Schulbank tauschten die Grundschüler der vierten Klassen aus Monzingen an zwei sonnigen Tagen im Juni gegen einen Workshop-Tag beim Kooperationspartner Hevert-Arzneimittel. Schon im dritten Jahr infolge besuchten rund 65 Schüler aufgeteilt in zwei Gruppen den Hevert-Firmenhauptsitz in Nussbaum, um spielerisch ihr Wissen über Naturheilkunde und Homöopathie auf die Probe zu stellen.

Bei strahlendem Sonnenschein starteten die Grundschüler ihren Tag bei Hevert-Arzneimittel mit einer kleinen Abkühlung am Kugelbrunnen vor dem Firmengebäude in Nussbaum.

Statt zum Schulunterricht wanderten die Grundschüler zum Arzneimittelhersteller im Nachbarort Nussbaum. Nach einer ausgiebigen Frühstückspause im Sonnenschein ging es dann endlich los. Fröhliches Kichern und gespannte Gesichter erwarteten drei Hevert-Mitarbeiterinnen. „Ich hoffe, ihr seid alle gut gestärkt, denn wir haben heute einiges mit euch vor“, begrüßte Elke Dreher, Mitarbeiterin aus dem Marketing, die Schüler und ihre mitgewanderten Betreuer. „Wir haben uns für euch etwas ganz Besonderes einfallen lassen.“ Anstelle einer Firmenführung organisierten die Hevert-Mitarbeiterinnen einen kleinen Workshop-Tag mit Gewinnspiel. Dazu wurden die Schüler in drei gleich große Gruppen aufgeteilt und mussten an drei Stationen ihr Wissen über homöopathische Rohstoffe und den menschlichen Körper sowie ihr Geschick als kleine Laboranten bei spielerischen Aufgaben auf die Probe stellen.

Die Spannung steigt: Bei der Begrüßung erfahren die Schüler welche Aufgaben heute auf sie warten.

Dank des guten Wetters fand die Station „Rohstoffkunde“ in der neuen Grillhütte auf dem Firmengelände des Nussbaumer Familienunternehmens statt. Frau Dreher zeigte den Schülern verschiedene Pflanzen, Tiere und Mineralien und erklärte, bei welchen Beschwerden sie, einmal zu Arzneimitteln verarbeitet, eingesetzt werden können. Neben bekannteren Wirkstoffen zeigte Frau Dreher den Schülern auch Bilder einiger exotischer Inhaltsstoffe: Koralle, Goldsalz, Schlangengift und Co. brachten die Kinder zum Staunen. „Wisst ihr, es ist manchmal gar nicht so einfach diese Wirkstoffe zu bekommen. Aufgrund ihrer Herkunft sind sie teilweise sehr schwer zu beschaffen. Naturschutz- und Artenschutzbestimmungen haben oberste Priorität“, erklärte Frau Dreher die Besonderheit und gab sich Mühe, die vielen interessanten Fragen ausführlich zu beantworten. Zum Abschluss gab es noch ein kleines Quiz. Wer zuvor aufmerksam zugehört hatte, konnte die vier Fragen leicht beantworten.

An der Station „Chemielabor“ durften die Kinder dann Geschick und Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. „Heute werden wir zusammen fremde Bestandteile aus einer Schale voller Kamillenblüten entfernen“, erklärte Ann-Kristin Schmidt, Chemielaborantin bei Hevert-Arzneimittel. Doch bevor sie loslegen durften, musste zunächst einmal die obligatorische Schutzkleidung angelegt werden. Das Gekicher war groß, als alle mit Haube, Kittel, Handschuhen und Schutzbrille ausgestattet wurden. „Wir ‚verkleiden‘ uns, um uns und den Rohstoff zu schützen. Denn manche Rohstoffe können sehr giftig sein. – Kamille ist nicht giftig, also keine Angst. – Aber wir müssen auch die Kamille vor uns schützen, um sie nicht mit Hautschuppen, Haaren oder Wimpern zu verunreinigen“, erläuterte Frau Schmidt die alltägliche Laborarbeit geduldig. Mit der Pinzette bewaffnet suchten die kleinen Laboranten dann nach sieben fremden Bestandteilen, die zuvor sorgfältig in der Rohstoffprobe versteckt worden waren und sammelten Punkte für ihr Team.

Beim Anlegen der Schutzkleidung war das Gekicher groß.

Zuletzt ging es an die Station „der menschliche Körper“. Hier lernten die Kinder anhand einer Anatomiepuppe die verschiedenen Organe und ihre Funktionen kennen. „Manches davon müsstet ihr eigentlich schon wissen“, warf ein Lehrer schmunzelnd ein. „Zwar nicht alle, aber doch ein paar Organe hatten wir bereits im Sachkundeunterricht behandelt.“ Einmal gut zugehört und aufgepasst, dann hieß es selbst Hand anlegen: Mit Stethoskop und Arztkittel bestens ausgestattet wurde ein Schüler zum Chirurgen ernannt, der die Puppe mit Hilfe seiner Klassenkameraden auseinanderbauen, die Organe und ihre Funktionen benennen und den Körper wieder richtig zusammensetzen durfte. Für jedes richtig benannte und eingesetzte Organ erhielt die Gruppe Punkte.

Als alle Stationen durchlaufen waren, wurde es noch einmal spannend. Unter großem Jubel wurde das Siegerteam mit den meisten Punkten verkündet. Doch niemand ging mit leeren Händen nach Hause. Auch die Zweit- und Drittplatzierten konnten sich über kleine Geschenke freuen.