55 Jahre Hevert-Arzneimittel – 55 Jahre Kompetenz in der Naturheilkunde

Der Handelsregistereintrag beweist es. In diesen Tagen feiert der Nussbaumer Arzneimittelhersteller Hevert sein 55-jähriges Bestehen.

Die Gesellschafter von Hevert-Arzneimittel (v.l.): Sarah, Mathias und Marcus Hevert.

Am 4. April 1956 wurde das Unternehmen, damals noch unter dem Namen „Hesopharm Pharmazeutische Erzeugnisse“, mit Sitz in Sobernheim in das Handelsregister eingetragen. Gründer waren der Pharmazeut Emil Hevert und seine Frau Dorothea. Das Ehepaar konzentrierte sich von Anfang an auf die Herstellung und den Vertrieb von homöopathischen Komplexarzneimitteln, die in der Tradition des berühmten Naturheilkundlers Pastor Emanuel Felke, einem der Ehrenbürger Bad Sobernheims, stehen. Besonders durch den engen Kontakt zu naturheilkundlich tätigen Therapeuten in ganz Deutschland gelang es den Gründern und später dem ältesten Sohn, Dr. med. Wolfgang Hevert, das Unternehmen zu einem der führenden deutschen Hersteller von Naturheilmitteln zu entwickeln.

Emil und Dorothea Hevert gründeten im April 1956 das Unternehmen unter dem Namen „Hesopharm Pharmazeutische Erzeugnisse“

Heute, 55 Jahre später, gehört Hevert zu den zehn bedeutendsten Homöopathie-Herstellern weltweit. Mit über 100 Arzneimitteln verfügt das Unternehmen über ein breites Produktportfolio, welches nahezu alle naturheilkundlich relevanten Therapiebereiche abdeckt. Schwerpunkte des Produktsortiments liegen im Bereich Psyche/Schlaf, Erkältung und Vitaminmangel.

Das Unternehmen befindet sich bis heute in Familienbesitz. Seit 2003 wird es in dritter Generation von Mathias Hevert geführt, der gemeinsam mit seinen Geschwistern, Marcus und Sarah Hevert, Gesellschafter von Hevert-Arzneimittel ist. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach einem sehr erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2011 nun unser 55-jähriges Firmenjubiläum feiern können“, berichtet der 34-jährige Geschäftsführer. Nachdem die ersten Jahre nach seinem Eintritt in das Familienunternehmen bedingt durch die Gesundheitspolitik schwierig waren, ist die Geschäftsentwicklung seit 2009 sehr positiv und der Umsatz des Unternehmens zweistellig über dem Marktdurchschnitt gewachsen.

Hevert bereitet sich auf den baldigen Markteintritt in Russland vor, wozu auch die Faltschachteln der Produkte in kyrillischer Schrift gehören

Um diesen Aufwärtstrend zu stärken, investiert Hevert in großem Maße in Werbung und treibt die Internationalisierung voran. „Wir verfolgen das Ziel, unsere hier in der Nahe-Region entwickelten und hergestellten Arzneimittel Therapeuten, Apotheken und Endverbrauchern weltweit verfügbar zu machen“, sagt Mathias Hevert. Momentan ist das Unternehmen bereits mit ausgewählten homöopathischen Produkten in Weißrussland und Georgien vertreten. Der Markteintritt in Russland und einigen Märkten im Nahen Osten steht kurz bevor.

Mit viel Energie in eine sichere Zukunft

Die Internationalisierung und der harte Wettbewerb im stagnierenden deutschen Arzneimittelmarkt verlangen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern viel ab. Besonders Mitarbeiter, die schon seit Jahrzehnten bei Hevert-Arzneimittel arbeiten, sind durch die Geschwindigkeit der Veränderungen und die vielen neuen Entwicklungen, wie zum Beispiel die Einführung eines unternehmensweit eingesetzten Software-Systems, sehr gefordert.

„Die Führungskräfte und ich wissen, dass wir momentan ein sehr hohes Tempo vorlegen und von unseren Mitarbeitern einen hohen Einsatz für das Unternehmen verlangen“, berichtet Mathias Hevert. „Wir verwenden zurzeit sehr viel Energie darauf, diesen Wandel des Unternehmens so behutsam wie möglich zu gestalten, um das Unternehmen auch kulturell in eine sichere Zukunft zu führen. So haben wir beispielsweise durch unternehmensweite Workshops ein Leitbild mit einer gemeinsamen Mission und einem gemeinsamen Werteverständnis erarbeitet und sind gerade dabei, dieses mit Leben zu füllen. Ich bin sehr dankbar, dass meine Mitarbeiter diesen Weg gemeinsam mit mir gehen.“

Seit März laufen die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau in Nussbaum.

Ein weiterer, wichtiger Schritt in die Zukunft ist ein Erweiterungsbau an das bestehende Gebäude in Nussbaum, welcher die Vorbereitung für einen weitgehenden Umbau der Produktionsanlagen darstellt. Seit Mitte März 2011 laufen die Bauarbeiten für den Anbau, bei dem auf drei Etagen insgesamt 540 Quadratmeter entstehen. Die neuen Räumlichkeiten sollen in erster Linie dazu dienen, die Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe und die Betriebsabläufe zu optimieren.