Paracelsus (1493–1541)

In Paracelsus finden wir nach Hippokrates einen zweiten großen Klassiker der Lehre der Naturheilkraft. Er stützte sich ganz auf seinen großen Vorgänger Hippokrates.

Paracelsus (1493–1541)

Wir finden in seiner Lehre den für uns bedeutenden Satz von der Überlegenheit des Ganzen über den einzelnen Teil:

„Obwohl Organe und Organsysteme eine gewisse Selbständigkeit entwickeln, werden sie vom ‚Ganzen‘ in der Fähigkeit zur zweckmäßigen und zielgerichteten Lebensleistung gesteuert.“

Der Pariser Professor Jean Fernel, ein Zeitgenosse Paracelsus’, glaubte, die ärztliche Heilkunst könne die Leistung der Natur überbieten. Paracelsus, der große Arzt, wurde von seinen Zeitgenossen nicht anerkannt. Erst in den letzten Jahrzehnten unserer Zeit kam er zu seinen wohlverdienten Ehren.

Die Ärzteschaft feierte erstmalig 1993 den fünfhundertsten Geburtstag Paracelsus, jedoch immer noch, ohne seine eigentlichen Vorstellungen von Medizin zu akzeptieren. Die Mehrheit der Ärzte arbeitet immer noch im Sinne Fernels, z.B. im Bekämpfen von Krebs. Milliardenausgaben über Jahrzehnte zeigen, z.B. im Bekämpfen von Krebs oder Rheuma, noch keine großen Fortschritte.

„Nicht bekämpfen, sondern überwinden“, diese These Dr. Bachs, des Erfinders der Bachblütentherapie, könnte schon von Paracelsus stammen.



Autor: Dr. med. Axel Bolland