J. H. Rausse - Pseudonym für H.F. Francke (1805–1848)

Rausse begann sich nach einer eigenen Wasserkur bei Prießnitz intensiv mit der Wasserheilkunde zu beschäftigen.

Eigentlich hatte der Güstrower Dompredigersohn, durch Rousseaus Naturphilosophie inspiriert, zunächst an der Forstakademie gelernt, entschloss sich aber einige Jahre nach der Begegnung mit Prießnitz, eine eigene Kaltwasserheilanstalt zu gründen.

Nach mehreren Wechseln der Wirkungsstätte verstarb er schließlich 1848 in Alexanderbad, kurz nach der Übernahme der dortigen Wasserheilanstalt. Gewirkt hat Rausse vor allem durch seine zahlreichen theoretischen Schriften zur Hydrotherapie.

Das, was Prießnitz empirisch entwickelt hatte, begründete Rausse nun im Nachhinein vernunftbasiert. Der bedeutendste Schüler Raußes war der Hydropath und Vegetarier Theodor Hahn, der sich 1847 in Rausses Behandlung befunden hatte. Dieser kümmerte sich auch nach Raußes frühem Tod um die Herausgabe von dessen Schriften.





Quelle:

Bolland, Axel. Eine Idee wird gelebt! Belacht – bedacht – dann nachgemacht! Sulzbach: CO’MED, 1999.

Jütte, Robert. Geschichte der Alternativen Medizin. Von der Volksmedizin zu den unkonventionellen Therapien von heute. München: Beck, 1996.

Wikipedia