Die Arztschule der Pneumatiker (Rom, etwa 50 v. Chr.)

Rupho, ein Vertreter dieser Schule, sah im Fieber ein natürliches Heilmittel, dessen künstliche Erzeugung wohl zu wünschen wäre, um vorhandene Krampfkrankheiten zu heilen. Malariafieber heilt nach Rupho Epilepsie, traurige Gemütsverstimmungen, Asthma und manche Hautausschläge.

In der heutigen Zeit sehen wir überwiegend Menschen, die nicht mehr fiebern, Ärzte, die Fieber um jeden Preis unterdrücken, und zunehmend Menschen, die unter den von Rupho mit Fieber behandelten Krankheiten leiden.

Man sah in den Absonderungen = Ausscheidungen von Hämorrhoiden und Unterschenkelgeschwüren natürliche Regulationsvorgänge, die andere Krankheiten verhindern. Chronische Durchfälle beseitigen manchmal Epilepsie, Schwindel, Melancholie, Hysterie, Hüftschmerzen (Ableitung über den Darm). Durch punktuelles Erhitzen der Hüftgegend (Heilentzündung) wurde die Heilung von Hüftschmerzen erreicht. Das lässt an die Moxibustion der Chinesen denken.

Die Ausführungen von Rupho leben in der heutigen Naturheilkunde fort. Eine der wichtigsten Selbsthilfen des Körpers neben dem Fieber und der Entzündung ist die gesteigerte Ausscheidung z.B. durch Saunieren.



Autor: Dr. med. Axel Bolland