Vitamin D: Neue Tageshöchstmenge

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die gesundheitlich unbedenklichen Höchstmengen für die Einnahme von Vitamin D neu bewertet. Das Ergebnis: Bis zu 100 µg (4.000 I.E.) täglich für Erwachsene einschließlich schwangerer und stillender Frauen gelten als unbedenklich.

Vitamin D: Neue Tageshöchstmenge

Das entspricht dem Doppelten der bisher empfohlenen Tageshöchstmenge. Die EFSA reagiert damit auf neueste Untersuchungen, die eine vorbeugende Wirkung vor Krebserkrankungen erst bei einer Gabe von 4.000 I.E. Vitamin D nachgewiesen und bei Einnahme von bis zu 10.000 I.E. Vitamin D keine unerwünschten Nebenwirkungen festgestellt haben.

Lt. EFSA kam es zu anomal hohen Kalzium-Blutspiegeln (Hyperkalzämie) infolge einer Überdosierung erst bei einer Aufnahme von durchschnittlich 250 µg (10.000 I.E.) täglich. Die neuen Empfehlungen zu den Tageshöchstmengen bleiben damit trotz der Verdopplung in einem deutlichen Sicherheitsabstand zu gesundheitlich bedenklichen täglichen Vitamin D-Dosen.

Für Kinder zwischen elf und 17 Jahren gilt derselbe Grenzwert von 100 µg (4.000 I.E.), für Kinder von einem bis zehn Jahren 50 µg (2.000 I.E.) täglich und für Säuglinge bis zu einem Jahr 25 µg (1.000 I.E.) pro Tag. Ein reiner Vitamin D-Mangel – laut Robert-Koch-Institut weisen in Deutschland nur ein- bis zweijährige Kinder die Normwerte auf – lässt sich durch Tabletten (zum Beispiel Vitamin D3-Hevert ) beheben oder, bei Risikogruppen wie Säuglingen oder alten Menschen, vorbeugend verhindern. Ansonsten gilt: Möglichst viel im Freien aufhalten, idealerweise in Kombination mit körperlicher Aktivität. Denn Licht, Bewegung und frische Luft haben viele weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Psyche, die eine Tablette nicht ersetzen kann.