Übung macht den Meister – aber nur mit Pausen

Ob beim Klavierüben oder Pauken fürs Studium – regelmäßige Pausen sind keine Zeitverschwendung. Im Gegenteil: Um neu Erlerntes langfristig abzuspeichern, braucht das Gehirn Zeit und Ruhe.

Zu diesem Ergebnis kommt eine australische Studie. Die Studienteilnehmer mussten dabei, erschwert durch zahlreiche visuelle Ablenkungen, auf einem Bildschirm Lichtpunkte aufspüren. Die erste Gruppe beschäftigte sich eine halbe Stunde mit dieser Aufgabe, die zweite Gruppe zwei Stunden mit einer Stunde Unterbrechung und die dritte Gruppe zwei Stunden ohne Pause. Bei der Lösung derselben Aufgabe am nächsten Tag waren diejenigen im Vorteil, die sich zuvor nur kurz oder mit einer Pause damit beschäftigt hatten.

Die Wissenschaftler erklären dieses überraschende Ergebnis damit, dass beim Erlernen neuer Fähigkeiten im Gehirn eine „Neuverdrahtung“ stattfindet, die sich festigen muss. Damit das Neuerlernte aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis gespeichert wird, braucht das Gehirn Zeit und Ruhe. Das bekannte Sprichwort „Übung macht den Meister“ muss daher präzisiert werden: „Übung mit regelmäßigen Pausen macht den Meister“.