Stress am Arbeitsplatz

Stress am Arbeitsplatz ist weit verbreitet und sorgt jedes Jahr für Gesundheitskosten in Milliardenhöhe. Wenn der Stress zum Dauerzustand wird, kann er zunächst zu mentaler Erschöpfung, schließlich zum Burn-Out führen. Doch welche Stressauslöser gibt es überhaupt, und wie kann man feststellen, ob man unter dauerhaftem Stress leidet?

Stress am Arbeitsplatz

Stress an sich ist nicht unbedingt negativ. Der menschliche Körper reagiert auf bestimmte Situationen mit erhöhtem Stress, was kurzfristig die Leistungsbereitschaft steigern soll. Besonders Umwelteinflüsse wie Geräusche oder helles Licht können diese Art von Stress auslösen. Doch Leistungsdruck im Beruf bei fehlenden Erfolgserlebnissen, Probleme in der Partnerschaft oder einschneidende Lebensereignisse sind Stressauslöser, die nicht so schnell wieder verschwinden, sondern für eine dauerhafte Belastung sorgen. Und nachdem zunächst die Leistungsbereitschaft erhöht ist, fällt sie bei ständigem Stress stark ab und wir fühlen uns ausgelaugt und erschöpft. Stress kann auch viele weitere körperliche Folgen haben: die Muskeln verspannen sich, die Verdauung kann verrückt spielen oder sogar der Kreislauf zusammenbrechen. Oft stellen sich dann auch Schlafstörungen ein, so dass eine Erholung von den Belastungen des Tages kaum noch möglich ist.

Um den Stress am Arbeitsplatz zu verringern, können einige Maßnahmen helfen, die jedoch die Unterstützung durch den Arbeitgeber erfordern. Durch das größere öffentliche Bewusstsein für die Probleme durch Stress und Burn-Out sind glücklicherweise immer mehr Firmen bereit, hier ihre Mitarbeiter zu unterstützen.

Hilfreich kann es sein, wenn die Arbeitszeiten flexibel gestaltet und zu lange Wochenarbeitszeiten vermieden werden. Hier gilt es, die sogenannte Life-Balance zu finden, also Arbeit, Familie und Freizeit im richtigen Maß miteinander zu verbinden. Stress braucht immer einen Ausgleich und den kann man nur mit entsprechender Freizeit erreichen. Auch Erfolgserlebnisse sind wichtig, um dem Körper positive Rückmeldungen zu geben. Daher kann es sinnvoll sein, sich kleinere Ziele zu stecken oder mit dem Arbeitgeber darüber zu reden, ob die eigenen Fähigkeiten nicht sinnvoller eingesetzt werden können – denn wer in einem Bereich arbeitet, in dem die eigenen Stärken nicht zur Geltung kommen, hat viel seltener Erfolgserlebnisse. Bei Misserfolgen sollte man sich nicht selbst übermäßig die Verantwortung geben.

Mit diesen Änderungen am Arbeitsplatz kann ein deutlich positiveres Arbeitsklima entstehen, durch das Stress reduziert wird und die Folgen von chronischem Stress verhindert werden. Durch weitere Maßnahmen, beispielsweise dem Erlernen von Entspannungstechniken oder täglichem Sport, kann man den Stressabbau weiter fördern.