Giftige Metalle in Lippenstiften

Blei, Kadmium, Chrom, Aluminium und Mangan sowie andere Metalle haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Lippenstiften und Lipgloss entdeckt.

Anders als in früheren Studien, die darüber bereits berichtet hatten, errechnete das Team um Studienleiterin Prof. Dr. S. Katharine Hammond die tägliche Zufuhr dieser Metalle über die Nahrung und durch den Gebrauch von Lippenstift. Nicht die Tatsache, dass diese Metalle in den Lippenstiften und Lipgloss gefunden wurden, sei besorgniserregend, sondern die Menge, fasst Hammond das Studienergebnis zusammen. So führt bereits das einmal tägliche Auftragen zu einer Aufnahme von 24 Milligramm der Lippenstift-Inhaltsstoffe: Frauen, die öfter nachschminken, kommen auf stattliche 87 Milligramm.

Je nach Inhaltsstoff kann bereits der einmal tägliche Gebrauch von Lippenstift zu einer überhöhten Chrombelastung führen. Chrom wird mit der Entstehung von Magenkrebs in Verbindung gebracht. Der mehrfache Gebrauch kann je nach verwendeter Lippenstiftmarke zu einer verstärkten Aluminium-, Kadmium- und Manganbelastung führen. Die Langzeitbelastung mit Mangan soll Nervenschädigungen hervorrufen können. Die Autoren fordern deshalb weitere Studien zur genauen Bestimmung der Metallbelastung über die Nahrungsaufnahme und den Gebrauch von Kosmetika.

In Deutschland erhältliche Lippenstifte hat ÖKO TEST 2010 getestet. Von den 239 auf ihre Inhaltsstoffe untersuchten Produkten wurden 104 als ungenügend und 41 als mangelhaft eingestuft.