Folsäure in der Schwangerschaft

Die Folsäure ist eines der bekanntesten Vitamine, wenn es um die Schwangerschaft geht. Der Körper braucht dieses Vitamin für die Zellbildung und Zellteilung. Neueste Studienergebnisse betonen die Wichtigkeit der Folsäure auch für die Sprachentwicklung des Kindes: Mit Folsäure sprechen Babys früher.

Folsäure in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft steigt der Folsäurebedarf bei Frauen auf etwa 800 Mikrogramm an, das Doppelte des Normalbedarfs. Besonders reich an Folsäure sind zum Beispiel Spinat, Brokkoli, Rosen- und Blumenkohl, Eigelb, Milchprodukte, Kartoffeln, Reis, Orangen, Trauben, Kirschen, Erdbeeren, Hülsenfürchte und Fleisch.

Da der Bedarf in der Schwangerschaft kaum auf natürliche Weise gedeckt werden kann, wird die Einnahme von Nahrungsergänzungspräparaten empfohlen und zwar schon ab dem Zeitpunkt einer geplanten Schwangerschaft. Denn die Einnahme von Folsäure ist besonders zu Beginn einer Schwangerschaft wichtig: Ein Mangel in den ersten Wochen kann zu sogenannten Neuralohr-Defekten beim Kind führen – Fehlbildungen im Bereich des Rückenmarks und des Gehirns. Offener Rücken und Wasserkopf sind nur einige der möglichen Fehlbildungen.

Doch auch für andere Bereiche der Kindesentwicklung ist Folsäure essenziell: Sie beugt einer verzögerten Sprachentwicklung vor. Eine norwegische Studie beobachtete fast 40 000 Kinder bis zu ihrem dritten Lebensjahr. Am Ende dieser Phase wurden die Mütter zur Sprachfähigkeit ihrer Kinder befragt. Bei Frauen, die während der Schwangerschaft Folsäure-Präparate oder Folsäure in Kombination mit anderen Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen haben, war die Wahrscheinlichkeit für eine Sprachentwicklungsverzögerung ihrer Kinder um 60% verringert.