Depression schlägt aufs Herz

Dass bei einer Depression auch das Herz leidet, ist den meisten wohl eher nicht bekannt. Doch dass selbst junge Menschen betroffen sind wurde erst kürzlich nachgewiesen: Bei depressiven Männern unter 40 Jahren ist das Herzinfarktrisiko dreimal höher, bei depressiven Frauen sogar 14-mal höher als bei Gleichaltrigen ohne Depression.

Depression schlägt aufs Herz

US-Forscher haben über 15 Jahre lang regelmäßig Daten von über 7600 Teilnehmern im Alter von 17 bis 39 Jahren ausgewertet. Bei 7 Prozent wurde eine Depression festgestellt. Im Verlauf der 15 Jahre starben 51 Teilnehmer (0,7 Prozent) an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter litt mehr als der Durchschnitt an Depressionen. Für diese Erkrankung ließ sich ein vierfach erhöhtes Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt errechnen. Frauenherzen scheinen noch mehr unter der Depression zu leiden: So ist bei Frauen mit Depression das Herzinfarkt-Risiko um den Faktor 14,5 erhöht, bei Männern hingegen „nur“ um das 3,5-fache.

Das Hevert-Team empfiehlt daher schon beim geringsten Verdacht auf eine Depression zum Arzt zu gehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen. Oft finden sich nämlich Ursachen für depressive Symptome, die sich vergleichsweise leicht beheben lassen, wie zum Beispiel Vitamin B12 - oder Folsäuremangel .