1,5 Millionen Deutsche sind von Medikamenten abhängig

Nach einem aktuellen Bericht der „Pharma-Woche“ sind in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Bürger abhängig von Medikamenten. Vor allem die sogenannten „Schlafmittel“ dürften bei etwa 400.000 Menschen bereits zur Abhängigkeit geführt haben. Aber auch Beruhigungsmittel bzw. Tranquilizer haben es in sich, da sich auch bei diesen Arzneimitteln Abhängigkeit und Sucht schnell entwickeln können.

 1,5 Millionen Deutsche sind von Medikamenten abhängig

Unter den Betroffenen, finden sich hier vor allem eher ältere Menschen und Frauen . Mittlerweile werden die Patienten jedoch stetig jünger : Besonders im Berufsleben wird nämlich immer öfter versucht, die eigene Leistung mit Hilfe von Medikamenten zu steigern - mit dem schnellen Griff zur „Power-Pille“.

Auf einem gemeinsamen Symposium der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, des ADAC und des Deutschen Olympischen Sportbunds wurde jetzt dem Medikamentenmissbrauch gemeinsam der Kampf angesagt. „Wir müssen stärker ins Bewusstsein rücken, dass Medikamente gezielt für den Einsatz gegen Krankheiten entwickelt werden. Wer Konzentration im Job, Fitness oder Verkehrstauglichkeit verbessern möchte, kann dies gesünder und preiswerter auf natürlichem Wege tun“, war das gemeinsame Fazit der Veranstaltung. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf warnte, dass etwa 4 bis 5 % aller verschreibungspflichtigen Medikamente abhängig machen können, darunter vor allem die Schlaf- und Beruhigungsmittel. Neben der Gefahr von Gewöhnung und Abhängigkeit kommt es bei der Einnahme dieser Medikamente zudem recht schnell zu einem Wirkungsverlust, in dessen Folge die Dosierung oft erhöht werden muss. Leitlinien und andere Empfehlungen zur medikamentösen Behandlung von Schlafstörungen sprechen sich daher für eine möglichst kurzfristige, nicht länger als zwei bis vier Wochen dauernde Einnahme aus.

Grundsätzlich hilft nur die konsequente Information: Die Namen der Arzneimittel mit Abhängigkeitsproblemen müssen immer wieder öffentlich genannt werden, damit Patientinnen und Patienten bei der Verordnung nachfragen und den Arzt auf die Abhängigkeitsproblematik ansprechen können.


Die folgenden Punkte können Ihnen Hinweise auf die Frage geben, ob Sie vielleicht selbst bereits von Medikamenten abhängig sind oder eine solche Abhängigkeit droht:


  • Schläfrigkeit bis in den späten Vormittag
  • Dauerkopfschmerzen nach der Einnahme von Schmerzmitteln
  • häufige Stürze
  • Sie müssen die Dosis der Medikamente steigern, um die erwünschte Wirkung zu erzielen
  • Sie holen Ihre Rezepte von verschiedenen Ärzten, damit keiner weiß, wie viele Medikamente Sie nehmen
  • Sie haben Angst, Ihr Arzt könnte Ihnen die Medikamente eines Tages nicht mehr verschreiben
  • Sie wechseln den Arzt, wenn er Ihnen die Medikamente nicht (mehr) verschreibt
  • Sie kaufen Ihre Medikamente in verschiedenen Apotheken oder im Internet
  • Sie haben sich von Ihrem Umfeld zurückgezogen
  • Sie nehmen schon länger als 4 Wochen Schlaf- oder Beruhigungsmittel
  • Sie verheimlichen die Einnahme von Medikamenten vor anderen
  • Sie legen sich heimlich eine Reserve von Medikamenten an
  • Sie nehmen die Medikamente länger oder in höherer Dosierung als von Ihrem Arzt verordnet
  • Ihr Arzt verordnet Ihnen die Medikamente nur noch auf Privatrezept
  • Sie tragen vorsorglich immer einige Beruhigungstabletten bei sich


Naturheilkundliche Medikamente haben im Gegensatz zu den oben genannten chemischen Präparaten gegen Schlafstörungen und zur Beruhigung einen entscheidenden Vorteil: sie besitzen kein Abhängigkeits- oder Suchtpotential. Weitere Informationen finden Sie hier .