„Honig von Hevert“ oder „Die Faszination Bienen“

Seit dem Frühsommer summt und schwirrt es auf dem Firmengelände von Hevert-Arzneimittel in Nussbaum. Direkt neben einem bereits gut besuchten Insektenhotel wurden nun zwei Bienenstöcke angesiedelt. Der Aufbau einer eigenen Imkerei ergänzt das Umweltkonzept des Arzneimittelherstellers zur Stabilisierung des kleinen Ökosystems rund um den Firmenhauptsitz. Dem gefährlichen Trend des Bienensterbens soll so im Kleinen entgegengewirkt werden. Die Betreuung und Pflege der Bienenvölker übernimmt Steffen von Helden, Manager Vertriebsmarketing.

Stolz präsentiert Steffen von Helden die ersten Brutwaben der Bienenvölker.

Den Wunsch mit der Imkerei anzufangen, hegte Steffen von Helden schon seit ein paar Jahren – noch bevor er im Frühjahr 2015 seine Stelle bei Hevert-Arzneimittel antrat. Nur fehlten ihm privat Zeit und Platz. „In meinem Vorstellungsgespräch wurden auch die Unternehmenswerte von Hevert ‚Natur und Naturschutz‘ thematisiert. Beiläufig habe ich in diesem Zusammenhang erwähnt, dass ich darüber nachdenke, privat mit der Imkerei anzufangen.“ Die Geschäftsführung nahm ihn beim Wort. Eine eigene kleine Imkerei könnte eine tolle Ergänzung des Umweltkonzepts des Arzneimittelherstellers darstellen. „Wir haben schon öfter darüber nachgedacht, Bienen auf unserem Grundstück anzusiedeln“, so Mathias Hevert, Geschäftsführer. „Spätestens mit dem Start unseres Heilpflanzenanbaus im vorletzten Jahr, wurden die Gedanken konkreter. Als uns dann Herr von Helden von seinem Wunsch berichtete, Imker zu werden, haben wir sofort mit der Umsetzung angefangen. Wir freuen uns schon jetzt auf den ersten Hevert-Honig, den wir voraussichtlich im nächsten Jahr ernten können.“

Ruhige, bedachte Bewegungen sind bei der Arbeit mit Bienen Pflicht.

Im August 2015, nahm das Projekt konkrete Formen an. Noch im Winter absolvierte Herr von Helden zunächst einen Imkerkurs, um dann im März 2016 bereit für die neue Herausforderung zu sein. „Mittlerweile haben wir schon zwei Bienenvölker hier auf dem Firmengelände ansiedeln können. Das Gelände bietet mit der großzügigen Parkanlage und dem blühenden Heilpflanzenfeld optimale Voraussetzungen für die Bienenvölker.“ Insekten – allen voran Bienen und Hummeln – übernehmen die Bestäubung von Nutzpflanzen und der Flora allgemein. Etwa 35 Prozent unserer Nahrungsmittel sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Den Hauptanteil dieser Arbeit übernehmen Bienen. Der Einsatz von Insektiziden und Fungiziden hat jedoch über die Jahre auch in Europa zu einem Massensterben der Bienenvölker beigetragen. Sterben die Bienen weiterhin so schnell wie in den vergangenen zehn Jahren, könnte es einige Lebensmittel bald nicht mehr geben.

Was fasziniert ihn persönlich an der Arbeit mit Bienen? „Bei der Arbeit mit den Bienen wird man zur Ruhe gezwungen. Hektische Bewegungen sind tabu, sonst kriegt man das ganz schnell zu spüren. Das ruhige Arbeiten wirkt sich sehr positiv auf die eigene innere Ausgeglichenheit aus und hat etwas Entspannendes. Einem Bienenvolk zuzusehen ist vergleichbar mit einem Blick ins Feuer oder auf die Wellen im Meer. Die ideale Ergänzung zu einem homöopathischen Beruhigungsmittel“, lacht der Jung-Imker.

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